3experience Kilimanjaro

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Montag, 6.10.2008

Tag 3 - Montag, 6.10.2008

Tag 3

Es ist gegen 7:00 Uhr, als die Zeltstadt erwacht und unmittelbar mit den Aufbruchsvorbereitungen begonnen wird. Es geht zunächst den Singletrail zurück und die lange Steigung hinauf zur Hauptstraße, welche nach zirka 20 km erreicht wird.
Die Reparatur eines Platten lässt Mario Zeit, einem in der Nähe arbeitenden Bauern mit seiner Hacke zu helfen, den Boden zu bestellen. Nach dieser unterhaltsamen Einlage verlassen wir dann schlussendlich den Singletrail und fahren auf einer uns wohlbekannten Staubstraße weiter. Wir haben Glück: Ein Regenguss in der Nacht hat die Straßen gefestigt und den Staub dezimiert.
Oben an der Hauptstraße geht es nach einer kurzen Pause weiter: eine 10km lange Baustelle entlang. Hier wird eine Bundesstraße gebaut – allerdings sieht man davon derzeit nur eine Staubpiste, nur etwas breiter als bisher und mit empfindlich mehr Verkehr.

Regengüsse haben die Straße mit Rillen quer zur Fahrbahn versehen und so wird ein an sich angenehmer Weg mit sanften Auf und Abs doch zur Herausforderung. Am Ende der Baustelle gibt es dann unser beliebtes Lunchpaket. Mitten in einem Dorf, wo so viele komisch gekleidete Weiße eine Attraktion abgeben.
Danach geht es mal 8 km bergab – mit Rollsplitt und auf einer Staubstraße mit Unebenheiten und abschüssigen Straßenrändern, die dann auch einem Biker zum Verhängnis werden. Mit leichten Schürfwunden geht es kurz darauf weiter. Eine als einfach erachtete Strecke offenbart sich als Herausforderung: Statt eben geht es stetig bergauf und die Straße besteht teilweise aus purem rotem Staub. Wir befinden uns nun im Agrarland der Chakka – dem Volk, welches am Bergmassiv seine Heimat gefunden hat. Wir sind fernab von Transit oder Tourismusrouten und im Flachland unmittelbar vor dem Kilimanjaro-Massiv. Es kommen nicht viele Besucher in diese Gegend und so sind wir bei den einheimischen Kindern eine echte Attraktion. Scheu und sehr verhalten (trotz aufmunternden Worten von James, unserem einheimischen Mountainbike-Guide) werden wir von einer unsichtbaren Linie aus, 2 Meter vor uns, beobachtet. Allerdings endet diese Reserviertheit mit der Herausgabe einiger Süßigkeiten. Karl-Heinz wird fast umgeworfen und muss sich dann zahlreicher Hände erwehren.

Und weiter geht’s in die Zeltstadt in Usseri. Ein lockerer Singletrail, 10 min und insgesamt 62 km und 1.400 Höhenmeter später erreichen wir endlich die bereits aufgebauten Zelte und können die Straße mal Straße sein lassen.

Obwohl es jedem in der Gruppe gut geht, ist dann der Abend auffallend kurz und alkoholfrei – bis auf ein einheimisches Bananenbier, welches natürlich verkostet werden musste. Zu den Fotos »