Geschichte
Feuer und Eis - in der Wiege der Menschheit!
Der Kilimanjaro zieht als höchster Berg Afrikas Jahr für Jahr Tausende von Bergwanderern, Trekkern und Mountainbikern an, die kommen, um diese faszinierende Landschaft mit all ihren Gegensätzen erleben zu können.
Schon 100 n. Chr. berichtete der griechische Astronom und Geograph Ptolemäus von einem hohen, mit Schnee bedeckten Berg mitten in Afrika. Arabischen wie chinesischen Kaufleuten war dieser Gigant ebenfalls bekannt. Die nächste dokumentierte Berichterstattung erfolgte jedoch erst um 1100 durch einen chinesischen Handelsreisenden.
Doch wer interessierte sich damals schon für diese unwirtliche Gegend, in der Anthropologen 1974 in der nahe gelegenen Olduvai-Schlucht die Wiege der Menschheit lokalisierten. Zu jenen Zeiten der reisenden Kaufleute war dieser ehemalige Vulkan vermutlich noch aktiv und gefährlich – die letzten diesbezüglichen Berichten sind gerade einmal 300 Jahre alt.
Erst als am 11. Mai 1848 der deutsche Missionar Johannes Rebmann bei einer seiner Reisen über die Tsavo-Ebene den Kilimanjaro erblickte und 1849 nach seiner Rückkehr nach Europa den überwältigenden Anblick beschrieb, trat der Berg in das Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit. Dass diesem Bericht über Jahrzehnte hinweg jedoch kein rechter Glauben geschenkt wurde, lässt sich nicht verdenken. Schließlich liegt der Kilimanjaro nur etwa 350 km südlich des Äquators und dass es dort einen Berg mit Eis und Schnee geben sollte, schien angesichts der starken Sonneneinstrahlung und der üblichen Hitze in Ostafrika doch etwas unwahrscheinlich.
Während der deutschen Kolonialzeit in Ostafrika gehörte der Kilimanjaro 1885 bis 1918 zum deutschen Schutzgebiet und war somit damals der höchste Berg und einzig aktive Vulkan auf deutschem Territorium. 1987 schließlich wurde diese einzigartige Landschaft von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt.
